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Februar 2009
Gutachten zur Ermittlung von Leuchtdichtekontrasten verschiedener Bodenelemente
Dieses Gutachten dient der Bestimmung von Leuchtdichtekontrasten zwischen hellen und dunklen Bodenelementen.
Hohe Leuchtdichtekontraste (K > 0,83 gemäß Priorität 1 des Handbuchs für Planer und Praktiker, BMG, 1996) zwischen hellen und dunklen Bodenelementen werden besonders zur Absicherung von Gefahrenstellen für blinde und sehbehinderte Menschen gefordert. Das Gutachten soll zeigen, dass diese hohen Leuchtdichtekontraste bereits jetzt durch vorhandene Materialien in der Praxis umgesetzt werden könnten.
Die Materialien für die Messungen wurden von der Firma Metten Stein+Design GmbH & Co. KG, der Firma REC Bauelemente GmbH, von der Firma 3M Deutschland GmbH und der Firma Eifeler Natursteine & Betonbauteile GmbH zur Verfügung gestellt. Es werden neben herkömmlichen Bodenplatten auch Bodenindikatoren und Begleitplatten sowie Tapes zum Aufkleben im Außenbereich vermessen.
Die Messungen werden im Lichtlabor des Fachbereichs Architektur der Fachhochschule Köln von Gutachtern des Projektbüros Mobilität und Verkehr (PMV) durchgeführt.
Die Messergebnisse dieses Gutachtens zeigen, dass für den Fall der Gefahrenabsicherung für blinde und sehbehinderte Menschen genügend handelsübliche Materialien existieren, um Kontraste K > 0,83 gemäß der Priorität 1 des Handbuchs für Planer und Praktiker (Verbesserung visueller Informationen, 1996) zu erzeugen.
Neben der optischen Absicherung von Gefahrenstellen gemäß Priorität 1 weisen einige Materialkombinationen, die in diesem Kontrastbereich liegen, zugleich eine taktile Absicherung auf. Dies gilt auch für Materialkombinationen gemäß Prioritäten 2 und 3.
Die nachfolgenden Abbildungen zeigen beispielhaft zwei Materialkombinationen, die Kontraste K > 0,90 aufweisen und zudem eine taktile Absicherung gewährleisten:
REC Rippenplatte weiß - 3M Black Masking Tape schwarz: K = 0,91
Belpasso Premio Bianco - REC Rillenplatte schwarz: K = 0,92
Mai 2008
Verbesserung der Mobilität von sehbehinderten Menschen und blinden Menschen in der Neuen Messe Stuttgart unter dem Gesichtspunkt Gefahrensicherung
Wir wurden von der Neuen Messe Stuttgart beauftragt, in den Gebäuden und angrenzenden Außenbereichen mit Publikumsverkehr eine Bestandsaufnahme von Gefahrenstellen vorzunehmen und Empfehlungen zu deren Absicherung zu geben mit dem Ziel, die Mobilität von sehbehinderten und blinden Menschen zu verbessern. Von unseren Lösungsvorschlägen sollten alle Messebesucher profitieren.
Die Neue Messe liegt in einem ansteigenden Gelände. Innerhalb des Gebäudes sind daher zahlreiche Treppen zu überwinden. Viele Außen- und Innenfassaden sind mit Glas gestaltet. Gefahrenstellen waren daher in erster Linie Übergangsbereiche, Treppen, Glasscheiben und Hindernisse. Diese wurden ausführlich in Wort und Bild für die Bereiche Messevorplatz, Messegebäude, Parkhäuser und einem sogenannten Messepark (Innenhof mit Grünanlagen) festgestellt und dokumentiert. Die Gefahrenbereiche wurden im Hinblick auf Leuchtdichten, vorhandene Farbkontraste und Mindestsehwinkel (bezogen auf die Größe von Markierungen) beurteilt. Dazu wurden Leuchtdichtemessungen mit einem entsprechenden optoelektronischen Messgerät durchgeführt.
Unsere abschließenden Empfehlungen basierten auf dem Grundsatz, eine Gefahrenabsicherung durch das Ansprechen von mindestens zwei der drei vorhandenen sensorischen Kanäle (visuell, auditiv und haptisch) zu gewährleisten.
2.2 Barrierefreie Gestaltung
Jahr 2003 Sehbehindertengerechte Gestaltung der Poststraße in der Bundesstadt Bonn
Mit besonderer Beachtung der Bedürfnisse Sehbehinderter wurde eine Innenstadtstraße in Bonn behindertengerecht umgebaut. Das Ergebnis der Planungen gilt als Prototyp für weitere Umbaumaßnahmen in Bonn.
(Veröffentlicht in: Zeitschrift für Verkehrssicherheit (ZVS), 2003, Heft 1, S. 7).
Beispiel Poststraße Bonn
2.3 Mobilitätsstudien
August 2003
Studie über den Zugang von Behinderten zu den Europäischen Institutionen
Das Europäische Parlament (federführende Institution für die Begleitung der Studie), der Gerichtshof, der Rechnungshof, der Wirtschafts- und Sozialausschuss sowie der Ausschuss der Regionen möchten einen externen Experten mit der Erstellung einer Studie über den Zugang von Behinderten zu ihren Gebäuden und Tätigkeiten beauftragen.
Ziel dieser Studie ist eine Bestandsaufnahme der Lage mit Blick auf die bestehenden Vorkehrungen für die Aufnahme und den Empfang von Behinderten bei den Europäischen Institutionen.
Der Begriff Zugang bezieht sich nicht nur auf den physischen Zugang zu den Gebäuden und Einrichtungen der Europäischen Institutionen. Er bezieht sich auch auf den Zugang zu den Tätigkeiten der Institutionen, um so eine diskriminierungsfreie Teilhabe aller europäischen Bürger an den demokratischen Funktionen zu ermöglichen.
Mai 2002 Mobil in der Stadt (zusammen mit SCI Verkehr GmbH)
Ziel des Forschungsvorhabens "Mobil in der Stadt" für das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen war es, Maßnahmen jeglicher Art zu identifizieren, die zur Attraktivitätssteigerung des ÖPNV und somit des gesamten städtischen Verkehrs beitragen. Dabei galt es, insbesondere kleine "pfiffige" Maßnahmen zu identifizieren, die bislang vergleichsweise unbekannt waren und nur vereinzelt umgesetzt wurden.
Hierbei wurden zwei Ansätze gewählt: Zum einen wurden aktuelle Maßnahmen zur Optimierung des Stadtverkehrs gesammelt und bewertet, die zurzeit im deutschsprachigen Raum umgesetzt oder projektiert werden, zum anderen wurden Maßnahmen identifiziert, die aus der Kundensicht besonders wirksam zur Attraktivitätssteigerung beitragen. Dies wurde mittels einer Analyse der Bedürfnisse von (potenziellen) Nutzern des ÖPNV in einem vorher ausgewählten Modellgebiet erreicht. Im Anschluss wurde das potenzielle Angebotsprofil eines attraktiven Stadtverkehrs am Nachfrageprofil der Kunden gespiegelt.
Die Ergebnisse des Projekts werden durch Beratung von Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern, Publikationen und Vorträge in die Praxis umgesetzt.
Mobilitätsstudien 2001 und 2002 für den Mitteldeutschen Verkehrsverbund GmbH (MDV)
Im Verbundraum des MDV wurden Kunden und Nicht-Kunden des ÖPNV zu ihrem Entscheidungsverhalten bei der Verkehrsmittelwahl und zu dem von ihnen wahrgenommenen Außenauftritt (Image und Bekanntheitsgrad) des MDV vor und ein Jahr nach Verbundstart befragt. Gleichzeitig wurde jeweils die Kundenzufriedenheit der ÖPNV-Nutzer mit dem ÖPNV und seinen Einzelmerkmalen erfasst. Die Fortschreibung der Studie erlaubte Aussagen über Veränderungen und darüber, ob die vom MDV im Rahmen einer Kommunikationskampagne angestrebten Ziele erreicht wurden.
(Kurzfassung veröffentlicht in: Der Nahverkehr, 2003, Nr. 5, S. 67).
Weitere Arbeiten ergeben sich aus der Kooperation mit der Forschungsstelle Mensch-Verkehr der Eugen-Otto-Butz-Stiftung am Institut ASER an der Universität Wuppertal.
1996 Handbuch "Verbesserung von visuellen Informationen im öffentlichen Raum"
Handbuch für Planer und Praktiker zur bürgerfreundlichen und behindertengerechten Gestaltung des Kontrasts, der Helligkeit, der Farbe und der Form von optischen Zeichen und Markierungen in Verkehrsräumen und in Gebäuden (1996). Herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit. Bad Homburg v.d.H.: FMS Fach Media Service Verlagsgesellschaft.
PDF-Dokument in Deutsch oder Englisch.
2.4 Informations- und Leitsysteme
Siehe www.leitsystem.de
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